Beim Schlendern über einen Markt sind uns an einem Stand frittierte Waren der etwas anderen Art aufgefallen. Das Sortiment reichte von diversen Käfern über Heuschrecken bis Maden. Auf die Frage was denn das Leckerste von dem Getier sei, zeigte die Verkäuferinnen ohne nachzudenken auf die Maden. Also probierte ich frittierte Maden. Zugegeben, es kostete etwas Überwindung das erste Ungeziefer in den Mund zu stecken, ich möchte euch das Geschmackserlebnis aber nicht vorenthalten. Frittierte Maden schmecken etwas mehlig, sind aussen von einer Art Haut überzogen, vergleichbar mit derjenigen eines Maiskorns, der Inhalt ist dann im Biss ähnlich wie eine zu lange im Wasser gekochte Karotte. Nun ja, ich hab's nun mal probiert und das reicht eigentlich auch. Wie wohl die Heuschrecken geschmeckt hätten?....
Auf einem anderen Markt an einem anderen Abend in einer anderen Stadt kauften wir tischtennisballgrosse, runde Irgendwas. Wir hatten vorher, so gut es mit unserem Thai eben ging, versucht zu erkunden was es denn sein könnte. Es war „mäi pet“ (nicht scharf) dafür aber „wahn“ (süss). Kann ja nicht schaden, wenn grad kein Bananasplit zur Hand ist mal was anders zu versuchen. Der Verkäufer packte vier von diesen Bällen in eine Schachtel und goss etwas Vanillecreme und Schokosauce darüber. Den ersten Klumpen packte ich also ohne nachzudenken ganz in den Mund. Die Schokolandesauce entpuppte sich als süsse Sojasauce und die Vanillecreme war Mayonnaise. Der Teig des Gebäcks war ohne viel Geschmack, etwas süsslich und in der Mitte war, zu meinem Erstaunen, eine Füllung die sich kaum zerkauen liess. Als ich den nächsten Ball nur bis zur Hälfte anbiss um mal zu schauen was sich denn im Zentrum des Kloses befindet, staunte ich nicht schlecht. Eine Süssigkeit mit Tintenfisch in der Mitte. Berliner mal anders!
Bevor wir in den Zug von Chumphon nach Prachuap Khiri Khan stiegen, wollten wir noch Reiseproviant besorgen. Dabei entdeckten wir eine Frucht die wir noch nicht kannten. Sie ähnelte in Form und Grösse stark der Durian die uns nicht besonders schmeckt, aber oft auf Verbotsschildern in den Hotels abgebildet ist (man wird gebüsst wenn man eine solche Frucht mit ins Zimmer nimmt weil sie anscheinend bestialisch zu stinken beginnen). Neugierig und gespannt versuchten wir diese sogenannte Jackfruit. Bereits nach dem ersten Bissen reichte ich meine an Sabine weiter mit der Bemerkung, dass mir die Frucht nicht gut bekomme. Keine zwei Minuten später musste ich mich dann auch bereits übergeben. Dass ich auf einige Früchte leicht allergisch reagiere, war mir bekannt. Aber eine solche Reaktion hatte ich noch nie erlebt. Es wurden Erinnerungen wach an einen Kollegen der in Amsterdam versehentlich Erdnusssauce erwischt hatte und höchst allergisch auf Nüsse ist. Nachdem er sich übergeben hatte und es ihm ein Weilchen gut gegangen war, bekam er so starke Atemnot, dass wir mit ihn zur Behandlung ins Spital fahren mussten.
Ich nahm also erst einmal eine Antiallergikum Tablette ein, die wir zum Glück dabei hatten weil wir ja mit Vollgepäck beim Bahnhof waren. Ich erholte mich ziemlich rasch und bekam keine Atemnot. Nun waren wir im Zwiespalt. Da wir nicht wussten, ob und welche weiteren Reaktion folgen würden, standen wir unentschlossen mit gesamten Gepäck und gelösten Zugtickets auf dem Perron. Fahren wir trotzdem oder verschieben wir die Reise auf den nächsten Tag? Als die kurze Zugeinheit, angetrieben von einem schweren Dieselaggregat davon rauschte, sassen wir immer noch auf dem Bahnsteig in Chumpon und kehrten in das Hotel zurück in welchem wir vor kurzem erst ausgecheckt hatten. Wir hatten uns für „safety first“ entschieden. Es traten zum Glück keine weiteren Symptome auf und einen Tag später sind wir dann doch noch in Prachuat Khiri Khan angekommen.
Ich nahm also erst einmal eine Antiallergikum Tablette ein, die wir zum Glück dabei hatten weil wir ja mit Vollgepäck beim Bahnhof waren. Ich erholte mich ziemlich rasch und bekam keine Atemnot. Nun waren wir im Zwiespalt. Da wir nicht wussten, ob und welche weiteren Reaktion folgen würden, standen wir unentschlossen mit gesamten Gepäck und gelösten Zugtickets auf dem Perron. Fahren wir trotzdem oder verschieben wir die Reise auf den nächsten Tag? Als die kurze Zugeinheit, angetrieben von einem schweren Dieselaggregat davon rauschte, sassen wir immer noch auf dem Bahnsteig in Chumpon und kehrten in das Hotel zurück in welchem wir vor kurzem erst ausgecheckt hatten. Wir hatten uns für „safety first“ entschieden. Es traten zum Glück keine weiteren Symptome auf und einen Tag später sind wir dann doch noch in Prachuat Khiri Khan angekommen.
Nebst all diesen Interessanten Ess-Erfahrungen darf aber ganz klar gesagt werden, dass Thailand ein kulinarischer Leckerbissen ist. Nebst den äusserst leckeren Thai Gerichten (es gibt auch nicht scharfes), schmecken auch westliche Gerichte meist sehr gut. Die Hygiene ist sogar bei den noch so schmuddelig aussehenden Garküchen nicht schlecht. Zumindest blieben wir bis jetzt von Magenbeschwerden verschont.
Was wir aber ganz sicher behaupten können ist, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes am REISen sind :-)
